Ausziehen für Dummies: die Präsentation

Das zweijährige Projekt Film-AG ist für mich mit der Präsentation in der Schule endgültig zu Ende gegangen. Der Film und das Featurette sind rechtzeitig fertig geworden und die Präsentation lief reibungslos ab.

Doch bevor die Präsentation über die Bühne gehen konnte, musste natürlich noch ein technisches Problem für Panik sorgen. Nach anderthalb Stunden konnten wir endlich eine Durchlaufprobe mit der DVD starten – ein Glück, dass ich bereits 2,5 Stunden vor Beginn da war. Ein fettes Lob muss ich da Markus aussprechen der gleich einen Kumpel parat hatte, der sich auskennt mit der Technik. Und ein fettes Peinlich für die Lehrer (und somit auch die Schulleitung), die weder im Stande noch in der Stimmung waren zu helfen. Stattdessen durfte ich mir auch an meinem letzten Tag anhören, dass es keine Film-AG an der Schule geben würde (ja das stimmt: nicht mehr!) und jeder behaupten könnte in den Raum zu dürfen. Das durfte ich mir 2 Jahre lang anhören. Ein Glück, dass das nun vorbei ist.

Ich hätte eigentlich so viel sagen können heute, sowohl positives als auch negatives, aber ich habe fast nichts gesagt – was schon ein zeichen dafür ist, dass ich genervt war.
Für eine Überraschung habe ich gesorgt, als ich Markus, Mila, Helena und Emre für ihre Mitarbeit gedankt habe mit einem kleinen Geschenk.

Dennoch habe ich hier noch einige Zahlen für alle Statistiker unter uns:
51 Stunden Drehzeit
73 Stunden Schnittarbeit
5 Stunden Musik-Auswahl
unzählige schlaflose Nächte

“Ende gut, alles gut!” oder auch “Nie wieder…”

Ausziehen für Dummies: der Countdown läuft

…noch 165 Stunden und der fertige Film wird im Schickhardt Gymnasium Herrenberg gezeigt. Seit ein paar Minuten bin ich mit dem Rohschnitt fertig. Nun heißt es den Schnitt einen Tag liegen lassen und ihn ein wenig beurteilen lassen damit ich den Feinschliff angehen kann, der dann ab morgen u.a. den Ton und die Lampen im Bild betrifft.

Ich darf nun auch wieder Musik suchen, nachdem ich für das Heli-Spiel bereits stundenlang nach Sounds gesucht habe. Eine Aufgabe die mir eher wenig liegt, da mein Musikgeschmack wohl nicht den der Schüler spiegelt :P
Und ganz nebenbei darf ich mich morgen (an meinem einzigen freien Tag vor der Präsentation) um die Vorbereitungen der Präsentation kümmern. D.h. In der Schule und der Bank nochmal nachfragen, bei den Freunden des SGH fragen ob von ihnen jemand kommt, bei Facebook noch einen Veranstaltungshinweis setzen…
Der Countdown läuft und der Spaß hat endlich ein Ende!

Ausziehen für Dummies: Dreharbeiten

Heute ist der Kurzfilm nach 10 Drehtagen, verteilt auf knapp 2 Monaten, endlich abgedreht worden. Und der entspannteste Dreh war der Nachdreh heute, der nur mit Markus, Mila und mir stattfand. Klingt gemein, ist aber leider so. Es gab keine Diskussionen zwischen den Schülern, es gab keine Probleme mit Lampen die meinen ausgehen zu müssen und es gab keine weiteren Anschlussfehler.

Hier mein “Tagebuch des Schreckens”: (Man beachte bitte wie sich das Drehende immer weiter verzögert hat)

09.05.10
Heute war endlich der erste Drehtag für das neue Projekt der Film-AG am Schickhardt Gymnasium in Herrenberg. Nach mehreren Anläufen und verstrichenen Terminen konnte heute das organisierte Chaos beginnen. Organisiertes Chaos aus dem Grund, weil wir heute u.a. die Räume der Hauptrolle “Joe” verwüsten und zumüllen mussten. Natürlich musste dabei darauf geachtet werden, was gezeigt werden kann, wie die Wohnung aussieht usw.
Heute wurde ab 10 Uhr aufgebaut und bis etwa 17 Uhr gedreht. Das ist für ein Schülerprojekt ein hohes Drehpensum, das auch an den weiteren Drehtagen fortgesetzt werden soll. Gedreht wird der Film bis Anfang Juni in Herrenberg und Stuttgart.

13.05.10
Nachdem am Muttertag der erste Dreh stattfand musste natürlich der zweite Drehtag am Vatertag stattfinden. Der Vorteil ist an solchen Tagen natürlich, dass viele andere Sachen zu haben und die Dreharbeiten so schneller von stattengehen können. Nachteil: woher essbare Requisiten bekommen, wenn alles zu hat?
Beim Schreiben der Szenen merkten wir bereits, dass “Joe” sehr viel isst, aber wieviel merkten wir erst beim Dreh als Schaumküsse, Pizza und Kekse dran glauben mussten. Und einmal reinbeisen wäre ja zu einfach gewesen. Die unzähligen Pannen sorgten dafür, dass Markus in der Mittagspause feststellen musste, dass er eigentlich nur am Essen ist.
Aber er war da nicht alleine, sobald essbare Requisiten abgedreht waren, waren sie meist eh weg.

14.05.10
Filmarbeit ist Teamarbeit, eine Regel die sich auch beim AG-Dreh gezeigt hat. Obwohl Mila keine Szenen mehr zu drehen hatte blieb sie noch eine Weile und half dabei die Pausen zu versüßen. Allgemein war die Stimmung heute bestens, was wohl auch sehr stark durch die vielen Making-Of-Aufnahmen deutlich werden dürfte.
So langsam habe ich das Gefühl, dass sich ein richtiges Team gebildet hat, da die Dreharbeiten ohne größere Probleme reibungslos verlaufen sind.
Heute durfte die Wohnung hin und her dekoriert werden. Vom Flur ging es ins Zimmer, dann wieder in die Küche und in den Flur zurück. Chronologisch drehen macht Sinn um Anschlüsse nicht zu verbauen. Aber im Team ging der Raumwechsel immer wieder gut vonstatten.
Die interessantesten Gespräche entstanden allerdings mal wieder beim Essen (wo wir wieder beim Thema von gestern wären). Heute gab es asiatisches, nachdem es am Sonntag Pizza und gestern Döner gab.

15.05.10
Heute zeigten sich die ersten Ermüdungserscheinungen: Müdigkeit, Verspätung und unzählige kurzfristige Änderungen im Ablauf bestimmten den heutigen Dreh. Jeder hatte irgendwo seine Punkte, die dafür sorgten, dass wir nicht mit den Szenen in der Wohnung fertig wurden – und weswegen ein neuer Drehtag im Drehplan eingebaut werden musste um die Wohnung zu beenden (abgesehen von einem kurzen Dreh mit den Eltern)
Meine Hauptaufgabe heute war es den Drehplan zu aktualisieren. Immer wieder musste nachkorrigiert werden, damit wir so weit wie möglich kamen. Bis auf 4 Szenen (und 2 Nachdrehszenen) wurden wir fertig.
Jetzt gibt es 10 Tage Pause wegen Studienfahrt der Schüler – und dann geht es voller Schwung weiter mit den Drehtagen außerhalb der Wohnung!

25.05.10
Heute wurden wir endlich mit den Szenen in der Wohnung fertig! Nach anfänglichen Problemen wegen fehlenden Requisiten und der Anschlussfrage “Was hatte ‘Joe’ an dem Spieltag an?” konnten wir die anderthalb Stunden Verspätung schnell wieder aufholen, so dass wir recht zügig voran gekommen sind.
Sehr schön fand ich auch das Durchhaltevermögen am heutigen Drehtag, da
1. Schulferien sind und
2. das Wetter eigentlich zu schön war für Dreharbeiten in der Wohnung.
Mit dem heutigen Drehtag können wir sagen, dass wir die hälfte der Drehtage hinter uns habenhaben und nun noch 4 geplante anstehen, u.a. mit den Eltern von Joe und Joes bestem Freund samt Freundin.
Und weil es so schön ist andere leiden zu sehen, durfte Markus auch heute mal wieder Köstlichkeiten aus Joes Küche essen. Im Angebot hatten wir Tiefkühlpizza im Kochtopf zubereitet und hinterher ein leckeres Müsli. Aber natürlich nicht nur einmal feinstens zubereitet…

12.06.10
Erstmals fanden heute in anderen Wohnungen Dreharbeiten statt: zum einen in einer Waschküche und zum anderen in einer Küche. Beide Locations gehören zu “Johanna” und in beiden Fällen sorgt “Joe” für Chaos.
Im Vergleich zu den davorigen Dreharbeiten kamen wir diesmal schnell voran, wenn auch nicht vergessen werden dürfte, dass es diesmal recht kurze Szenen waren.

24.06.10
Heute gab es für eine Handvoll Schüler einen freien Tag an der Schule wegen den Dreharbeiten. Mit dabei waren heute neben Markus (als Joe), Fabian (Kamera) und Jenny (Regie und Locationgeberin), sowie Helena als zickige Svenja und Emre als Joes Kumpel Ronny.
Zunächst wurde an der Schule gedreht, was mit Sicherheit ein seltsames Gefühl war für die Beteiligten: Am freien Tag an der Schule drehen.
Nach nur zwei kurzen Szenen ging es direkt weiter zu Jenny um dort die Szenen in Svenjas Wohnung zu drehen, in der sich Joe zu Beginn des Films breit macht.
Für mich war das heute das Highlight der Dreharbeiten, da ich die Szenen von Svenja bereits beim schreiben mochte.

29.06.10
Nachdem bereits letzte Woche Dienstag eine Szene am Bahnhof gedreht wurde, folgten heute die letzten Szenen von Joes Kampf mit den Taschen und der Zeit.
Vom Dreh habe ich heute recht wenig mitbekommen, da ich nebenbei den Abschlussdreh für morgen organisieren musste mit seinen dutzenden Änderungen – und mich vorbereiten musste für die Schnittarbeit des Projektes, die ich kurzfristig übernommen habe um die Präsentation am 14.Juli zeitlich zu schaffen.

30.06.10
Joe kann einem echt Leid tun: er fliegt nicht nur zuhause raus, seine Eltern hinterlassen ihm sogar nur einen Brief, da sie selber im Moment unterwegs sind… Das klingt jetzt noch härter als die eigentlichen Szenen, die gedreht werden sollten. Aber da kurzfristig die Vaterrolle frei wurde und eine Drehverschiebung nicht mehr möglich ist, musste alles geändert werden. Kurzfristig übernahm Elke Santin die Rolle der Mutter.
Nachdem alle Szenen recht schnell im Kasten waren, beginnt nun der eigentliche Teil: Videos sortieren, Schneiden und bearbeiten.

05.07.10
Nachdem ich die Aufnahmen gesichtet hatte, musste ich feststellen, dass es Lücken im Ablauf und Fehler bei den Anschlüssen gab. Nach 2 Stunden waren alle 6 Szenen im Kasten.

Ausziehen für Dummies: Vorabmeldung

Seit September letzten Jahres bin ich wieder (oder eigentlich immernoch) am Schickhardt Gymnasium als Lehrbeauftragter tätig. Vom ersten jahr sind nur Andi und Fabian geblieben, die auch beim neuen Projekt ihre alten Aufgaben übernehmen. Neu dabei sind Jenny, Anne und Rebecca sowie jetzt für die Dreharbeiten Mila und Markus, der bereits beim ersten Film eine kleinere Rolle übernommen hatte.

Heute sollte eigentlich der erste Dreh stattfinden, aber es ging natürlich was schief, wie eigentlich alles in den letzten Wochen. Es gab wohl ein Absprachenproblem mit dem Vermieter der eigentlichen Wohnung, weswegen wir nun ausweichen müssen.Grad haben wir uns nochmal alle getroffen und werden nun ab morgen in der ehemaligen Wohnung von Milas Eltern drehen. Wird also wieder spannend was diesmal alles schief geht ;)

Darum geht es im neuen Kurzfilm:
In “Ausziehen für Dummies” geht es um den 18-jährigen “Joe” (Markus Müller) der zu Hause rausfliegt und fortan sein Leben selbst in den Griff bekommen muss. Dabei bekommt er Hilfe von seiner neuen Nachbarin “Johanna” (Mila Andreeva). Sie bringt seinen chaotischen Lebensstil in Ordnung und sorgt so für einige Verwirrung und Freude.

Aufhör’n wenn’s am Schönsten ist: die Premiere

Die Premierenfeier in der Kreissparkasse Herrenberg zum Schülerfilm “Aufhör’n wenn’s am Schönsten ist” war ein voller Erfolg. Nach anfänglichen Sorgen wegen des Tons und der Helligkeit vom Film hat letztendlich alles gut geklappt.

Mit einer leichten Verzögerung von 5 Minuten begann um 18:20 Uhr die Präsentation mit einleitenden Worten von Herrn Dietrich (von der KSK Böblingen) und mir wurden die Gäste begrüßt und der Film und das Projekt insgesamt kurz vorgestellt. Von der Bank gab es (als Werbegeschenk) Popcorn. Ich sag nur “Mission: Finanzcheck” ;)
Direkt nach der Filmpräsentation fand Patrick le Plat (Regie) abschließende Worte für alle Mitwirkenden. ich bekam dabei auch mein Fett weg. Wenigstens wissen nun alle Anwesenden, dass ich des Öfteren die Krise bekommen hatte mit meinen Schülern. Das alles muss man natürlich mit einem Zwinkern auffassen. Am Ende bekamen die Hauptdarsteller noch Geschenke. Das Geschenk von Doro (spielte die Mutter) steht noch bei mir, da sie leider nicht kommen konnte.
Insgesamt war es ein schöner Abend und wir alle hoffen, dass es nochmal eine Präsentation des Films in der Schule geben wird – mit anwesenden Lehrern…

Aufhör’n wenn’s am Schönsten ist: fertiger Schnitt

Heute hat Fabian allen Mitwirkenden der Film-AG gezeigt wie der Film bisher aussieht. Er ist also fast fertig! Es fehlen noch ein paar Änderungen im Schnitt und den Hintergrundgeräuschen und der Musik. Ich muss sagen, dass der Kurzfilm sehr schön geworden ist.

Nun fehlt nur noch das Making-Of, das kommenden Montag fertig gestellt wird. Letzten Montag habe ich allen den Rohschnitt gezeigt und es wurden mit allen Anwesenden Interviews gemacht, die das Making-Of unterstützen sollen. Am Montag nehm ich das letzte fehlende Interview mit dem Regisseur Jonas auf und dann kann auch schon die Premiere am 29.Juni folgen.
So langsam sind alle scharf auf die Premiere. Hoffen wir mal, dass es noch eine Präsentation in der Schule geben wird – vor Schuljahresende!